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Dispokredit

Ein Dispositionskredit ist kein Kredit im herkömmlichen Sinne, da dieser nicht aktiv vom Kreditnehmer in Auftrag gegeben wird und keine bestimmte, vorher festgelegte Summe umfasst. Viel mehr ist ein Dispositionskredit (häufig auch Dispokredit, Dispo oder Überziehungskredit) eine vorher festgelegte Kreditlinie für Privatkunden, die beim Überziehen des Kontos in Anspruch genommen wird. Diese Kreditlinie errechnet sich anhand mehrerer Faktoren:

In erster Linie hängt die Kreditlinie vom regelmäßigen Monatseinkommen des Kreditnehmers, bzw. des Kontoinhabers ab. Jede Bank vergibt andere Kreditlinien für einen Überziehungskredit, wobei die Grenze oftmals bei etwa drei Monatseinkommen liegt. Mit Zinssätzen von bis zu 13 % (abhängig vom Leitzins, unter Umständen auch mehr von bis zu 18 %) ist der Dispositionskredit der mit Abstand teuerste Kredit, der existiert.

Bei Kreditkarten, die über ein Girokonto laufen und deren fällige Beträge aus den Abrechnungen von ebendiesem Konto abgebucht werden, entstehen zudem weitere Risiken und Zinsbelastungen. Kann der Emittent der Kreditkarte, also die Bank, die die Karte an den Karteninhaber ausgegeben hat, die entsprechende Summe auf Grund von zu hohen Dispositionsschulden nicht abbuchen, entstehen nochmals Verzugszinsen beim Kreditkarten-Institut. Auf diese Weise tappen gerade Menschen mit unterdurchschnittlichem Einkommen häufig in eine Kreditschulden-Falle.

Da ein Dispositionskredit / Überziehungskredit kein richtiger Ratenkredit ist, gelten für diesen auch andere Grundsätze, wenn es um die Rückzahlung geht. Mit einmaligen Zahlungen können Dispositionskredite direkt zurückgezahlt werden, alternativ kann die Dispolinie auch kontinuierlich ausgenutzt werden, was von vielen Menschen auch so gehandhabt wird. Dies ist jedoch auf Grund der hohen Zinsbelastung keine gute Strategie – viel eher sollte eine Umschuldung zu einem herkömmlichen Ratenkredit geprüft werden.

Am besten ist es, überhaupt keine Dispositionskredite in Anspruch zu nehmen, das Girokonto also immer gedeckt zu halten. Gerade wenn mehrere Konten verwaltet werden, kann durch gezieltes Ausbalancieren der Guthaben eine Dispositionsschuld vermieden werden. Viele Menschen leben jedoch ständig am oberen Rand des Dispositionskredits – dies ist schon alleine deshalb nicht ratsam, weil größere Anschaffungen damit de facto unmöglich werden. Gerade hier ist ein Ratenkredit wesentlich sinnvoller, da ein zu hoher Kontoüberzug auch die Kreditwürdigkeit nachhaltig beschädigt.

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